#digitalisierung
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BreitbandstrategieEin politischer Plan für den Ausbau schneller Internetzugänge und entsprechender Netzinfrastruktur. Der Begriff klingt längst selbstverständlich, weil Breitband zur Grundvoraussetzung digitaler Wirtschaft und Verwaltung geworden ist. Strategien sind allerdings geduldig, Glasfaserkabel weniger mobil. Zwischen Ausbauziel und Hausanschluss liegen Genehmigungen, Tiefbau und erstaunlich viele Jahre mit neuen Zielzahlen.
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DatennutzungDie Verwendung vorhandener Daten für Verwaltung, Forschung, Wirtschaft oder politische Steuerung. Der Begriff ist positiv und nach Aktivität klingend: Daten sollen nicht herumliegen, sondern Nutzen stiften. Entscheidend sind jedoch Zweck, Qualität, Datenschutz und Zugriffsrechte. „Datennutzung“ sagt noch nicht, wer welche Daten über wen benutzen darf. Genau dort beginnt der weniger werbewirksame Teil.
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DatenraumEine technische und politische Infrastruktur, in der Daten nach gemeinsamen Regeln zwischen Organisationen geteilt und genutzt werden sollen. „Raum“ klingt offen, geordnet und gemeinschaftlich, obwohl dahinter komplexe Standards, Rechte und Betreiber stehen. Europäische Datenräume sollen Austausch erleichtern und Abhängigkeiten reduzieren. Digitaler Raum benötigt überraschend viele Schlüssel, bevor jemand die Tür öffnen darf.
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DatensouveränitätDie Fähigkeit von Personen, Organisationen oder Staaten, Kontrolle über Nutzung und Speicherung ihrer Daten zu behalten. Der Begriff verbindet Datenschutz mit politischer Selbstbestimmung und klingt entsprechend stark. Was Kontrolle praktisch bedeutet, kann jedoch von Einwilligung bis zu eigener Infrastruktur reichen.
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digital firstDas Prinzip, Verwaltungs- oder Geschäftsprozesse zunächst für digitale Nutzung zu gestalten und analoge Wege nachrangig zu behandeln. Der englische Ausdruck klingt modern und entschlossen. Politisch verschiebt er die Beweislast: Nicht Digitalisierung muss sich rechtfertigen, sondern die verbleibende analoge Ausnahme.
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digitale ResilienzDie Fähigkeit von Organisationen oder Gesellschaften, digitale Störungen, Cyberangriffe oder technische Abhängigkeiten zu verkraften und sich davon zu erholen. Der Begriff verbindet IT-Sicherheit mit Krisenvorsorge und klingt robust. Erst wenn alles ausfällt, merkt man, ob Resilienz mehr war als ein Kapitel in der Strategie.
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Digitale SouveränitätDie Fähigkeit eines Staates, einer Organisation oder Gesellschaft, digitale Technologien und Daten möglichst selbstbestimmt zu kontrollieren und nicht einseitig von einzelnen ausländischen Anbietern abhängig zu sein. Der Begriff verbindet IT-Beschaffung mit politischer Unabhängigkeit. Vollständige digitale Autarkie ist kaum realistisch. Souveränität klingt trotzdem erheblich würdevoller als „wir hätten gern einen zweiten Cloud-Anbieter“.
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digitale TeilhabeDie Möglichkeit, digitale Angebote, Kommunikation und Dienstleistungen unabhängig von Einkommen, Alter, Behinderung oder technischen Fähigkeiten nutzen zu können. Der Begriff macht Digitalisierung zur sozialen Frage. Die praktische Arbeit beginnt bei Geräten, Barrierefreiheit, Kompetenzen und erstaunlich vielen Passwörtern.
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Digitale VerwaltungVerwaltung, deren Leistungen und interne Prozesse digital abgewickelt werden. Der Begriff ist inzwischen fast ein politisches Qualitätsversprechen. Ein Onlineformular allein macht Verwaltung allerdings noch nicht digital, wenn dahinter Ausdruck, Unterschrift und manuelle Übertragung warten. Wirkliche Digitalisierung verändert Prozesse. Sonst bekommt die alte Bürokratie nur ein neues Eingabefeld.
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DigitalisierungDie Umstellung analoger Prozesse, Kommunikation und Leistungen auf digitale Technologien. Politisch ist das Wort so umfassend positiv geworden, dass fast jede technische Veränderung als Fortschritt erscheinen kann. Ein schlechtes Formular wird allerdings nicht automatisch besser, nur weil es nun einen Browser benötigt. Digitalisierung kann Papierprobleme auch in PDF-Probleme verwandeln.