#wohnen
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BauüberhangDie Zahl genehmigter Wohnungen, die noch nicht fertiggestellt oder begonnen wurden. Der Begriff klingt nach einem technischen Restposten im Bauwesen und hilft zu erklären, warum viele Genehmigungen nicht automatisch viele neue Wohnungen bedeuten. Politisch ist er praktisch, wenn ambitionierte Wohnungsbauziele auf die Wirklichkeit treffen. Die Wohnungen existieren dann statistisch schon ein bisschen.
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bezahlbarer WohnraumWohnungen, deren Kosten für Haushalte mit normalen oder niedrigen Einkommen tragbar sein sollen. Der Begriff ist politisch nahezu universell beliebt, weil niemand öffentlich unbezahlbaren Wohnraum fordert. Schwieriger wird die Definition von „bezahlbar“ und die Frage, für wen. Die Einigkeit endet zuverlässig bei Einkommen und Quadratmetern.
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EigentumsförderungStaatliche Unterstützung beim Erwerb oder Bau selbst genutzten Wohneigentums, etwa durch Zuschüsse, Kredite oder steuerliche Vorteile. Der Begriff verbindet Eigentum mit Förderung und damit mit einem positiven politischen Ziel. Wer nicht kaufen kann oder will, profitiert davon unter Umständen wenig.
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FlächenverbrauchDie Umwandlung bislang unbebauter Flächen in Siedlungs- oder Verkehrsflächen. Der Begriff wertet diese Nutzung bereits leicht negativ: Fläche wird „verbraucht“, als verschwände sie. Tatsächlich bleibt sie physisch vorhanden, nur ihre Funktion verändert sich. Politisch ist genau das gemeint. Das Wort liefert die ökologische Perspektive gleich mit.
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GentrifizierungDie soziale und wirtschaftliche Aufwertung eines Stadtviertels, die häufig mit steigenden Mieten und der Verdrängung einkommensschwächerer Bewohner verbunden ist. Der Fachbegriff fasst einen komplexen Prozess kompakt zusammen und ist politisch meist negativ gefärbt. Cafés, Sanierungen und neue Bewohner werden dadurch Teil einer größeren Erzählung.
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InnenentwicklungStadt- und Siedlungsentwicklung innerhalb bestehender bebauter Gebiete, etwa durch Nachverdichtung oder Nutzung brachliegender Flächen. Der Begriff klingt nach vernünftiger Nutzung vorhandener Strukturen und steht häufig dem Bauen auf neuer Fläche gegenüber. Konflikte mit Grünflächen, Nachbarschaften oder Infrastruktur verschwinden damit nicht.
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MietbelastungDer Anteil des Einkommens, den ein Haushalt für Miete aufbringen muss. Der Begriff macht Wohnen zu einer finanziellen Last und eignet sich deshalb gut, soziale Belastungen sichtbar zu machen. Gleichzeitig verdichtet er sehr unterschiedliche Haushaltslagen zu einer Kennzahl. Zwei Menschen mit gleicher Quote können nach der Miete sehr verschieden viel übrig haben.
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MietendeckelEine politische Begrenzung von Mieten auf einen bestimmten Höchstwert oder Entwicklungsrahmen. Das Wort funktioniert anschaulich: Über dem Preis wird ein Deckel geschlossen. Damit ist die gewünschte Wirkung schon im Bild enthalten. Ob darunter Neubau, Investitionen oder Verteilungseffekte anders verlaufen, passt weniger bequem in die Metapher.
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MietpreisbremseEine gesetzliche Begrenzung bestimmter Mietsteigerungen oder Wiedervermietungsmieten. Das Bild der Bremse vermittelt sofort: Preise fahren zu schnell und müssen verlangsamt werden. Befürworter sehen Mieterschutz, Kritiker Eingriffe in den Markt. Sprachlich ist die Richtung klar. Wer gegen die Bremse ist, wirkt leicht so, als wünsche er freie Fahrt für Mieten.
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MilieuschutzStädtebauliche Regeln, die die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung in bestimmten Gebieten vor Verdrängung durch Modernisierung oder Umwandlung schützen sollen. „Schutz“ gibt der Maßnahme eine eindeutige moralische Richtung. Gleichzeitig wird ein bestehendes Milieu zum erhaltenswerten Zustand erklärt.